von_geisterhand: (Default)
Im September sind wieder Abgeordnetenhauswahlen in Berlin. Das heißt, daß seit dem Wochenende mehr und mehr Laternenpfähle mit Wahlplakaten in verschiedenen Höhen dekoriert sind. Der übliche Prozess sieht vor, daß bald auch Plakatkritik vorgenommen werden wird. Frank Henkels Plakate z.B. werden in der Nähe der Rigaer Straße wohl nicht lange halten.
Mir fiel ein sehr buntes Plakat mit dem eigentlich gar nicht mal so doofen Slogan "Die Sicherheit muss besser organisiert sein als das Verbrechen" auf. Leider war es von der FDP, die inzwischen auch wieder ein Büro auf der Reinhardtstraße hat(welches sie seit der letzten Wahlschlappe vorübergehend los war). Deren Posteraktion ist zwar gut, aber nicht mal annähernd gut genug um mich zu überzeugen, ihnen in den nächsten Jahren meine Stimme zu geben. Dafür war ihre Politik in letzter Zeit in zu starkem Maße eine wachsende Bankrotterklärung.
Ein anderes Juwel der FDP-Slogankunst ist: "Berlin braucht Tegel". Man kann in diesen Satz viel Schönes reininterpretieren. Wer schonmal in Tegel war, weiß, daß es dort viel Schönes gibt, aber auch viel, was in anderen Ecken von Berlin auch schon en masse vorhanden ist, im Großen und Ganzen aber ach niemand vermissen würde, wenn es weg wäre. Leere Fußgämgerzonen z.B. Aber hier bezieht sich "Tegel" wohl auf den Flughafen, der ja trotz aller ursprünglichen Planung immer noch in Betrieb ist. Nun, ich mag den Flughafen Otto Lilienthal (wie er eigentlich heißt) und das Wahlversprechen "Tegel bleibt erhalten" wäre auf jeden Fall ein Punkt für einen Kandidaten, aber in dieser vagen "Braucht"-Formulierung, die nebenbei natürlich noch die These, daß Berlin Tegel hauptsächlich braucht, weil man mit den Bauarbeiten am BER einfach nicht zu Potte kommt, ist es mir dann doch etwas zu vage und, um ehrlich zu sein, doof.

Auch betrübt es mich etwas, daß das allererste AfD-Plakat, das ich in diesem Jahr gesehen habe, direkt vor meiner Haustür hängt. Insgesamt scheinen die Jungs und Mädels von der Nein-Nein-wir-sind-keine-rechte-Partei sich gute Chancen in diesem Viertel auszurechnen. Da hängt jetzt einiges. Eigentlich etwas erstaunlich, wenn man bedenkt, wieviele "ausländisch" aussehende Menschen mal hier auf der Straße sieht, von den Touristenströmen mal ganz zu schweigen.
Die AfD ist auch sehr groß mit den "Braucht"-Plakaten.
"Berlin braucht Regeln"
"Berlin braucht mehr Blau". Ich wünschte, daß wäre ein Bekenntnis dafür, das offizielle Alkoholverbot im ÖPNV abzuschaffen, aber leider ist es nur der typische Ruf nach mehr Polizei.
Und zum Schluss: "Berlin braucht Schnauze". Ich habe vergessen, was damit ausgedrückt werden sollte, aber frühmorgens im Halbdunkel liest man das gerne als "Berlin braucht einen auf die Schnauze". Womit wir wieder bei Frank Henkel wären.
von_geisterhand: (Default)
Dragged kicking and screaming, then given a Schultheissknolle and calmed by whispering some lyrics from "Heroes" in its ear, from the ever-excellent Kreuzberg'd.



Mela, Mela, Mela, Mela, Melancholia!
von_geisterhand: (Default)
Die Sterne standen nicht gut, die Omen waren nicht vielversprechend und als es dann tatsächlich schief lief, konnte ich von Hippie kein Mitleid erwarten. Zu recht.
Das Risiko, eine komplett leere Location vorzufinden, war ja schon beachtlich, zumal zur selben Zeit im Urban Spree wieder eine Ceremony ihren Lauf nahm. Aber ich war in mich gegangen und hatte beschlossen, daß ich erstmal genug vom Urban Spree und den Leuten, denen man an der Warschauer Straße in den frühen Morgenstunden begegnet, hatte und so machte ich mich auf den Weg in die nostalgische Vergangenheit des U5s.
Kaum war ich aus der Tür setzte der Regen schon wieder ein und bis zum Erreichen der Hauptverkehrsader kämpfte ich tatsächlich mit dem Gedanken, umzukehren und es mir in der eigenen Stube gemütlich zu machen. Aber nein, ein Hund muss auch regelmäßig ausgeführt werden und es schadet diesem inneren Schweinehund gar nicht, wenn er ein wenig feucht wird. Auf dem Weg zur U-Bahn fiel mir mal wieder der absolute Mangel an Imbissbuden und Spätis in meinem Kiez auf und ich vertrieb mir die Zeit mit dem mentalen Ablaufen des Weges von den Wohnstätten diverser Freunde zur nächsten ÖPNV-Station und dem Zählen der verfügbaren Spätis. Sind doch weniger als ich dachte.
In der Stadtbahn begegneten mir dann auch schon die ersten Berlinbesucher und Feierwilligen. Insbesondere stachen ins Auge die Borussia-Dortmund-Fans, die sich in den Warnmustern einer Hornisse kleideten und denen daher leicht auszuweichen war. Schwieriger gestaltete sich die Sache mit der Kleingruppe, die sich zu mir auf den Vierer setzte. Zwar ließen sie verlauten, daß ihr Ziel die Warschauer Straße war und sie große Freunde des Yaams (Friede seiner Asche) sind, aber olfaktorisch hätte ihr Ziel auch eine "Motz"-Soliparty sein können. Gut, wenigstens waren es nette Exemplare der feierwütigen Rasse.
Am Alex dann gleich das nächste Ärgernis, da ich die U5 gerade noch davonruckeln sehen konnte, als ich die Rolltreppe runterkam. Sicherlich würde ich auch darauf achten, nicht zu lange an einem Ort stehenzubleiben, wenn mein Abend noch da Verlassen des Ringes auf östlicher Seite beinhalten würde, aber 20 Sekunden Geduld hätte ich dann doch zu schätzen gewusst. So hatte ich dann ausreichend Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, ob die Omen nicht doch eine Rückkehr nahelegen würden und ob man vielleicht doch die Zeit zum Vorglühen an einer ortsnahen Alkoholvertriebsstätte nutzen sollte. Aber nichts da. Geduld und Mäßigung regierten und irgendwann konnte man dann auch die Treppe am Frankfurter Tor erklimmen, sich an der Tourigruppe mit eigenem Fass vorbeischlängeln und das Tor zum U5-Club aufstoßen.
Der Rausschmeißer nimmt das Opfer von EUR 3 entgegen, gibt einem nicht nur einen Stempel, sondern auch einen Pappbon ("Falls Du mal rauswillst." und man hört schon, wie Kate Bush über das Wunder des Wolkenkaputtmachens singt und schiebt seinen Enthusiasmus in.....



....die Leere.
Keine Sau auf der Tanzfläche und rundherum nur ein paar dunkle Gestalten in Einser- oder Zweiergrüppchen. Der Regen und der Ruf des Urban Spree waren dann wohl doch zuviel gewesen.
Aber was will man machen?
Mich erinnerte das Ganze doch sehr an die Schuldiscos meiner jüngeren Tage, was ja an sich zum Programm passte, also holte ich mir ein Snakebite von der Bar, ein Getränk, welches mich immer an die letzte Phase meiner Prägruftizeit erinnert, weil ich schon damals nicht doof genug war, es zu trinken. Aber es galt zügig einen Pegel zu erreichen und dafür ist Snakebite ideal. Kann mir eigentlich jemand erklären, warum ein Getränk, welches aus Bier (3.50 EUR/0.5l) und Cider (EUR 4/0.5l) besteht, dann EUR4.50 pro halben Liter kostet? Beide Zutaten kommen vom Fass und der Arbeitsmehraufwand ist jetzt auch keine 50 Cent, sondern bestenfalls einen festen Händedruck und zwei Erdnüsse wert. Aber gut, ich bin sehenden Auges hierher und ich habe sehenden Auges bestellt, da muss Strafe sein.
Ich eroberte mir also einen Barstuhl mit klarer Sicht auf die Tanzfläche und wartete, ob vielleicht noch jemand, den ich kenne, vorbeikommt. (An dieser Stelle bitte nochmal das Video von eben abspielen.) Hexx blinkte mich nach kurzer Zeit von der DJ-Kanzel aus an und ich setze mich in Bewegung, ihn zu begrüßen, nur um vom Barmann aufgehalten zuw werden, was ich denn bitte da oben suchen würde. Es brauchte etwas gutes Zureden seitens des Mannes, den er da so heldenhaft beschützte, bevor der Zerberus die Leiter des DJ-Olymps erklimmen ließ.
Eine Begrüßung und die Hälfte meines Drinks später wagte ich mich dann auf die Tanzfläche, beäugt von den Seiten und den Pärchen, die sich in ihnen zum Nesten zurückgezogen hatten.
Song folgte auf Song und der Abend folgte weiter dem Schema der alternativen Discos meiner jüngeren Tage bis hin zu den Alt.Rock-Hits, über die wir uns zur Jahrtausendwende so gefruet hatten. Von mir würde man da keine Klagen hören. Zwei weitere Biere sollten folgen und auch wenn ich den zweiten Auftritt des Faith Healers danken ausließ, fühlte ich wohl die Grundfeste eines gelungenen Abends. Leider schafften es die kläglichen Reste des Publikums dann irgendwann doch, entweder im Suff umzukippen oder sich auf den Weg in andere Gefilde zu machen und so nutze auch ich gegen 3 Uhr den kurzen Weg zur U-Bahn, um den Abstand zwischen mir und meinem Bett zu verringern.

Dafür, daß es nur drei Drinks waren, hatte ich am nächsten Morgen ein beachtliches Ziepen im Schädel.
von_geisterhand: (Default)
From the wise hands (now there's an image) of [personal profile] miss_s_b an article on one of my current favourite subject:
It's time to admit that Goth culture has a race problem

While the article is clearly written from a north american perspective, that does not change the fact that some of it also holds true for the Berlin gothic scene or rather the sort of Goth club I tend to frequent. At the very least I would have to admit that I could not name the last time I have seen somebody with afro/-caribbean background in one of my locals. Or even somebody who looked overtly middle-eastern which is probably a more suitable point of comparison for Berlin. And I have occasionally wondered why that is so.
But then I think I already talked about this in my last entry on the subject.

And to be honest, it bothers the fuck out of me to think that "my" music is not considered "suitable" for people of a different (distant) genetic heritage. For a start, I obviously want to share the joy but also you have to face up to the fact that the image one aspires to in Traditional Goth is the cliché of an Eastern European, which is a) totally artificial and b) if it wasn't would only marginally less removed from reality for somebody from Bremerhaven than it would be for somebody whose parents gew up in Uganda. How many real Transsylvanians do you know? I know one and should probably consider myself lucky.

There is a problem at the heart of this and it is probably one of mutual prejudice rather than straight-up racism. A "foreign" looking man* in a Berlin TradGoth** club will not get looked at strangely because his parents came from elsewhere or because he might also listen to rap in his spare time, but because there is the suspicion that he will have internalized that equally artificial image of the playa/gangsta/douchebag and behavioural patterns totally at odds with how the "Goth"-scene once defined itself. But the same scepticism would be meted out to a white guy entering a club in sportswear.
That is a form of credential checking I occasionally catch myself at. I myself have given up trying to follow the fashion guidelines from popular gothic magazines and have instead tried to come up with a pick&mix look along some gothic lines (meaning essentially nothing more than there being a lot of black clothing) and it would therefore be hypocritical of me to expect others to follow rules I find idiotic. But IMHO there is a way of moving in a club and dealing respectfully with people that says very clearly whether you "belong there" or whether you might be happier somewhere else.


* I suspect that there is also a fair bit of sexism going on here. A "foreign"-looking man will probably receive a fair few sceptical looks while a woman of the same genetic background might well get welcomed as a piece of exotic eye candy.

**Those are the sort of club I frequent. I realise that there is also the far more popular variety playing gothic techno but I suspect that because of these perceived roots in techno, this would be seen as an "appropriate" sort of event for a black guy. But then, I can't really judge that as I don't go to these clubs that often.
von_geisterhand: (Default)
In other news: I have now been at the stroller-haters-café and.... it's okay. Certainly, the coffee isn't cheap at 3,50 EUR a cup but then you get the absolutely lovely staff tellng you how to get the most enjoyment out of your brew, not unlike the way they would at a wine tasting night. Which is undoubtedly the way they see themselves and the way the other patrons looked. It's not cheap and it may be utterly pretentious but I would be lying if I said that the coffee wasn't very, very good.
von_geisterhand: (Default)
In case you are wondering what is a hot topic in Berlin at the moment:

Berlin Café bans strollers (amongst other things)

Und dit janze nochma auf Deutsch

Of course this is turned into a huge discussion at the moment with the panicked mothers in one corner and those that never run out of people to hate in Prenzlauer Berg in the other.
I suspect that this may be nothing but a publicity stunt or more to the point an attempt to give the cafe a clear identity in an area that is brimming with cafes anyway. Admittedly it is a good one, effectively banning everything that is associated with those people that spend a gret deal of time in the area's cafes (iPads, children, sugar). The way to go would possibly be to also hire some people to chainsmoke Gaulloises inside for the proper french elite feeling, but alas, German law would not have that.
It ties in nicely with the current anti-mother/anti-tourist/anti-hipster-sentiment that can be found in many long term residents of the area but it certainly is no example of a growing intolerance against mothers/children etc. It is just one café that will not allow you to do what you are free to do in the other ten cafes to be found within a minute's walk.
And why not?
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This Berlin summer.... so different from that one years back when I had just arrived here. Only my toilet seems to have remained the same with that peculiar smell it sometimes exudes during the hot spells dragging me back to those bygone days.... Obviously, that summer back then really was a summer, much less than this mixed bag of miseries currently upon us. You wanted to storm out and roam the streets, perhaps visit the Love Parade, picknick in the Tiergarten or ogle the tourists walking bare-legged in the Führer's footsteps and the locals having stumbled upon a shrill and odd new sense of national pride.
You can still walk down the "Straße des 17. Juni" but these days it does not make me think of parties of the sweet melancholy of seeing the Goldelse (Neubauten in my ears) but I just hear the distant rumble of the tanks and the re-emerging bickering tones of "Wasn't all bad, you know....". In the world of new nostalgia there is not time for those who stood up for their rights.

Reading William Gibson may do strange things to my mind, possibly in regards to how I see te world around me. But Berlin has an odd decaying quality that the London Gibson describes lacks. You can easily spot older real Berliner women easily (although older East German ladies often look the same). Seeing that they have been around for decades now, it stands to reason that the new generation is secretly created in some dingy Dahlem lab somewhere: Much like the city they represent they show the ravages of time and past excesses and are barely held together by paint, synthetic fabrics and sheer attitude. Of course there is also the other kind, the younglings, the ones I mistook for goths at first: dressed in next to complete black, with hair dyed the same shade of Kohl they circle their eyes in. And still there is a certain air about them that tells of a different mental and aesthetic heritage, possibly something typically Berlin, too, but not of a pedigree I have been able to fathom so far.

Of course, there is still myself. In my darker moments it's all too apparent that I am but one of those hipsters that have discovered the city for themselves, only that I lack the wealth, sense of discernible style and the cocksuredness of imprinting myself on those around me.
Other than that, I am obviously difficult, fiercely postmodern and self-destructively elitist. Not to mention neurotic, which obviously may not set me apart too much. Watching "Nathan Barley" was difficult to say the least.
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I don't know, is ist me or is there something in the air affecting peoples' eyes and brains? Just days after the run-in with Conservative Girl, the SO decided to buy a new pair of trousers, a quest I accompanied her on. The sales lady was possibly slightly egocentric, possibly a little pushy, but definitely very verbal. Cheerful, too. She sold the SO a pair of trousers whic definitely looked good and attempted to also sell her one which nobody but the sales-lady liked. She probably would have tried to sell me one, as well, had it not been for the SO's fast thinking. So far, so good. Then she asked us whether we were heading for the CSD later one. After I told her that no we weren't, as we were having a friend come over later, it finally dawned on her that we were not in fact a lesbian couple. Apparently it was once more the hair that did it.

Yesterday then, as I was taking the tube across town I then found myself at the receiving end of some interesting lewd gestures from some young bloke of migratory background. At least I think he meant me. Possibly his energetic tongue was directed at the female half of the couple next to me, who were a little more embarrassed by the experience than I was.
von_geisterhand: (Default)
Ich geh so die Straße runter, vollgefressen mit asiatischen Köstlichkeiten, da rollert an der nächsten Straßenecke ein kleines Mädchen (persönliche Einschätzung auf Grundlage der äußeren Erscheinung und traditionellen Kleidungsnormen) und starrt mich eine ganze Weile an, bis sie dann fragt:
"Bist Du'n Mann oder Mädchen?"
Ich halte an, frage: "Hm?" und gehe etwas auf sie zu.
"Bist Du'n Junge oder Mädchen?"
Ich hatte mich zwar darauf eingestellt, daß ich diese Unterhaltung noch gelegentlich führen würde, aber eigentlich nicht hier und mit jemand so jungem.
"Na, siehste doch: 'n großer Junge."
"Hu...., siehst aber aus wie'n Mädchen."
Vielleicht hatte ich bislang die falsche Einstellung. Vielleicht war es falsch, bei kleinen Kindern den Welpenschutzinstinkt zu haben. Schließlich war sie nicht mehr so jung und überhaupt, wenn sie ihre formenden Jahre seit Anfang des Jahrtausends hatte, hatte sie erst recht keinen Grund, solche veralteten Ansichten zu haben. Nichtsdestotrotz und obwohl der Zorn langsam in mir hochstieg, beschloss ich das Ganze ruhig anzugehen.
"Das ist aber eine sehr konservative Einschätzung."
Pause.
"Das sieht komisch aus. So lang."
Die richtige Antwort darauf wäre natürlich gewesen: "Na, mir gefällt das Kleid, was Du da trägst, auch nicht.". Aber versuche ich es nochmal mit einer klaren Demonstration ihres Denkfehlers. Also streiche ich die Haare, die auf die falsche Seite gefallen sind, rüber.
"Nee, guck mal. Auf der Seite lang, wie'n Mädchen und auf der Seite kurz, wie'n Junge. Das ist dualistisch."
"Sieht komisch aus."
Ich wollte ihr dann erklären, daß ich das seinerzeit mal aus Liebesgründen gemacht habe, dachte mir dann, aber, daß das vielleicht doch nicht angebracht ist (und ja auch nicht gut geendet ist) und ging so meiner Wege.
Zur gleichen Zeit rollerte dann ihre Schwester (wahrscheinlich) an mir vorbei und sagt zu Mädchen #1, daß ihre Mutter sie suchen würde. Das hieß, daß die beiden hinter mir her rollern mussten, weil die Mutter etwas die Straße, die ich lang musste, stand.
Aus der Entfernung hörte ich dann noch "Guck mal, Mama, der Mann sieht aus wie ein Mädchen.", worauf ich mich kurz umdrehte und rief: "Das ist sehr konservativ."
Weil ich aber keinen Ausdruck des Verstehens auf dem Gesicht der Mutter sah, beschloss ich die Diskussion nicht weiterzuführen.

Und sowas war mal ein Stadtteil für Künstler. Sind wir im Jahre 2012 nicht schon etwas weiter? Was wird Kindern eigentlich heutzutage noch beigebracht?
von_geisterhand: (Default)
I'm not really one for zoos. For a while, I justified this to myself with ethical concerns but truth be told I am probably just not all that interested in walking round a park looking at animals suffering from cabin fever. Or be surrounded by hordes of children screaming for attention.
Still, people change, don't they? The SO is very keen on zoos and animals (less so on children) and so it happened that in the past month we visited both of Berlin's zoos. I also made a day of visiting two of Stralsund's marine museums while the SO was out clothes-shopping with mother. In other words, I have done more animal-related activities in the last month than I did in the decade preceding it. And you know what? It was actually quite nice.

The Tierpark of East Berlin, true to its name, is more of a park with the animals at times almost hidden between the bushes, while West Berlin's Zoologischer Garten architectually looks very 70s but has a few more special areas like a huge Aquarium and a section for nocturnal animals.
Not sure if it is really possible to say which one I preferred, except maybe that I really wanted to see Gorillas, which could only be found in the Zoologischer Garten. It was a very bored looking gorilla, which was more than made up for by the frantic excitement of the visitors. Insert your own "You really couldn't tell which side of the glass the true cage was."-joke here.
There also was an orang-utan who had clearly resisted having its fur cut for quite a while now, making it look like a cross between Cousin Itt and a particularly extreme Greebo. Indeed, the SO remarked that it that was really lacking were the dreadlocks.
Sloths can go quite fast when they want to, by the way. Normally they just don't bother. And a laughing hippo is a most imposing, not to say frightening, sound. True story.

The Ozeaneum Stralsund also kicked some major arse on account of hosting not one but two giant aquariums, the larger of which contains around nine million litres of water as well as a shark, several giant turtles and fucking entire shoals of fish. So you stand there and stare up at an aquarium the size of a building and hope that this will not be the moment for the glass to break. Needless to say that I do not recommend being on any sort of psychoactive substance while visiting this museum, unless you really want to know why H.P. Lovecraft felt so iffy about marine life.

Other things I learned that day:
The Basking Shark is the second largest fish in the world reaching a length of about 12 meters (ca. 40 ft.). During sex the male ejaculates 16 litres of semen.
In the Ozeaneum they show you how much that is. And add a visual aid showing the average human ejaculation, just for comparison. I'm certain that it intimidates the average man.

Male octopi also have a special tentacle with which they implant what was described as a "sperm bullet" into the female.
Second dates must be fun.

Also: Grey seals. They sit there and they look cute, fluffy and big-eyed. After seeing half a dozen of these, you feel this overwhelming urge of wanting to cuddle something ASAP, preferably one of these cute, fluffy things.

Then you reach the exhibit showing these fast and sharp-toothed predators hunting and you're instantly happy that you are not a fish. :-S

Horseshoe crabs aren't crabs, btw, they are spiders. Huge, armoured spiders.

After watching the starfish for a while, their mouths sucking at the glass and finding out that sometimes severed limbs can even regenerate a new central section, while sea cumcumber have a way of evading predators by ejecting their internal organs at said predator (yes, these, too, can be regenerated), you start to understand Lovecraft so much better.

Don't get me started on the fish that did a wonderful impression of the campest mincing queen imaginable while harboring poison-spikes of untold agonies and the fish whose bite is more dangerous than a cobra's and who looks like a motherfucking stone! I knew that there was supposed to be a fish there! I was looking for it! It still took me five minutes to find it! And it kills!

What was more entertaining was the fact that the signs describing the creatures inside the tanks often also made mention of how good their flesh tastes.
"This world is full of wonderful, varied creatures. Many of them absolutely delicious."
This motivated the SO to ask several times throughout our Tierpark-visit whether we had eaten the animal we were currently looking at yet. The wonders of living in a city where you can get african cuisine.
von_geisterhand: (Default)
Hm, at the moment, I seem to be very critical when it comes to talking about cultural events I have attended.

It started with the 32nd anniversary party of Einstürzende Neubauten last week at the .hbc. To be fair, it's the second event have attended at that venue and more and more I feel like it will have been the last. The idea of the party was okay. There was a sort of alibi exhibition of pictures/photos spanning the whole 32 years but truth be told, it was rather minimal and repetitive. Certainly, there were at best three pictures I didn't know yet.
The rest of the programme included some piano music (which sadly I missed), Max Dax reading from "Nur was nicht ist ist möglich" (not the best of readers), an opportunity to dance to all kinds of Neubauten tracks you don't normally hear in discos (Playlist here) and .... Neubauten karaoke.

Yes.

Sadly there were only about five tracks ("Seele brennt", "Sabrina", "Let's do it a Dada", "Installation #1" and one I can't remember), some of which didn't really lend themselves to Karaoke very well but I made a valiant effort tackling all of them repeatedly and those three people who actually saw me liked it. So that's a sucess, I think.
What really bothered me was the fact that about 90% of the people there made the impression that they had never really heard of EN and were only there because the hbc is such a hip place and to celebrate (and photograph) themselves. There was a small contingent of old punks but mostly it was Mitte-people, all flailing cigarettes and egos at the ready.
I hope the 33rd birthday party will involve the band again. Or a more extensive karaoke.


Then there was Laibach live in concert. Which was good, for what it was. They have become completely techno-pop now, discarding any pretenses of once having carried a political message or being associated with punk. It's not that it was bad, it was just very prectictable and empty. The "keyboard babe" got to sing a few songs and the singer did what he always does. No paradigmns were shifted and no expectations disappointed. In essence they are now a DAF-cover band. I am very happy to have seen them but I will be in no hurry to see them again or buy their latest album.

A similar case could be made for "Iron Sky" (featuring Laibach's music). Yes, I had been quite excited about seeing it and how can you not be? Moon Nazis! Making fun of American policy! Udo Kier! Surely this cannot fail!
Well.... no. It did exactly what the trailer promised but nothing more than that. The Nazis return, the scenery is cool and Sarah Palin is mocked. Udo Kier is on a diet in regards to scenery-chewing, though. He does appear but gets to do very little besides.... well, appearing.
You do get the idea that the whole film was mainly created by the scriptwriters making a list of things they think would be cool to do in a film, but without the patience to actually do anything proper with any of these things. Towards the end, the end even hints at deciding to add a more serious note (with a message!) but just as quickly as it pops up, it's gone again.
So yes, it's watchable but left me feeling like it could have been so much more.

In all fairness, though, many of my friends really enjoyed the film and I am fairly difficult to please when it comes to films about Nazis, religion and the Apocalypse. Plus, I still have this idea for something that Udo Kier really should do. ;-)

Current 93 were good, though. I enjoyed their concert much more than the one last year. They even played a thunderous version of "Lucifer over London" as an encore.
von_geisterhand: (Default)
Thanks to the lovely Marleen, I had the chance to catch up on a few series I had missed so far recently. The whole thing awakened in me the memories of uni-days together with a longing for feeding my head in this insane manner more often. Instead, I have become "one of those guys", always having to consider the SO in my plans and spontaneous decisions. You can never just ask me whether I have time, it's always "us". And the SO obviously does not share my tastes in these matters.
So this was, on the whole, a very pleasant opportunity.

All in all I was exposed to:

"Sherlock" Season 2: Which I liked on the whole. It is a badly kept secret that I am a major fan of Moffat's work, particularly "Coupling", and that in my youth I read a fair few of the original Sherlock Holmes stories, so this really was a "must watch". And I wasn't disappointed. I thought that "Hounds of the Baskervilles" really was the weakest of the three while "Scandal in Belgravia"'s ending really could have done with being just a smidgen less twisted. I enjoy a good double/triple/quadruple-cross but this was just bordering on silly.

State of Play: In one sitting, I hasten to add. It was worth it. It's good to be occasionally reminded of why John Simm, Polly Walker and Bill Nighy are held in such high regard. There is a small voice in my mind that is trying to urge me to watch the remake with Russell Crowe but at the moment I have my doubts about the wisdom of this step.

Black Mirror:"15 Million Merits": Hm, I think I liked that. The idea and excution certainly were interesting but in terms of length it was getting close to outstaying its welcome. There is only so much you can drag out of the concept in terms of character development, so you either had to keep that to a minimum or make something more significant out of it. The fatty-hating colleague is a case in point for this. He came across as a single arse rather than the representative of an obnoxious society as a whole.
Watching this film made me feel dirty for a while though, despite the fact that I don't really watch a great deal of casting shows.
The National Anthem: Which worked on the whole, I thought. An outrageous idea, no doubt, and solidly handled, but not offering any revolutionary insights into society or the human psyche. It mainly made me wonder why something like this would never stand a chance of being produced for german telly.

Nathan Barley: Which I mainly watched because Marlene mentioned that she normally like Charlie Brooker's work but had bee disappointed by this. Well, and because on the basis of the cover art, I would have guessed this to be an abomination on the scale of "PhoneShop" but other than that really had no idea what to expect. Having said that, I thought that it was actually not bad... for about two episodes, after which it was just more or less repeating the same sortof joke over and over and over. Still, as a parody of the sort of people you can encounter in Berlin as much as London, this worked for a while, even if it mainly came off like a diluted version of a "Jam"-sketch.

Cruise of the Gods: Sorry, I see what you were trying to do there and it's not entirely without good bits but as a whole, it did little for me, except for making me feel that James Corden actually isn't all bad (Still haven't forgiven him for "Lesbian Vampire Killers").
von_geisterhand: (Default)
Andererseits kann man wahrscheinlich auch davon ausgehen, daß weder das Schlossparktheater noch Dieter Hallervorden sonderlich an den weniger naturalistischen und doppelbödigeren Theateransätzen interessiert sind und die ganze Sache wohl doch eher aus Faulheit entstanden ist. Es ist schon erstaunlich, wie klar man eine Sache manchmal sieht, wenn sie erst auf der Titelseite eines Springerkäseblatts steht.
Ein angemalter Mann ist ein Zeichen, nur was will es uns hier sagen?
von_geisterhand: Monika küsst Jörg. Sie liebt ihn. (kiss)
Ich glaube nicht, daß ich mich normalerweise zu soetwas äußern würde, aber es gibt ein paar Aspekte/Details, die mich gestern ausreichend aufgeregt haben, daß ich vor der Wahl stand, einen Herzinfarkt oder ein Magengeschwür zu kriegen, oder eben doch etwas zu schreiben. Man möge es mir verzeihen, aber es geht hier dann eben doch um "meinen Bereich" und außerdem bin ich noch voller aufgestauter Wut von einer längeren Lektüre über Neofolk.

Also:
Erstmal das Thema, das andere direkter interessiert:
Das Schlossparktheater Steglitz, landesweit dafür bekannt, daß es unter der Leitung von Herrn Dieter "Didi" "Palimpalim" Hallervorden steht, zeigt seit letzter Woche das Stück "Ich bin nicht Rappaport", welches wohl hauptsächlich von zwei alten Männer auf einer Parkbank handelt, die sicherlich ihr Leben Revue passieren lassen und sich gegenseitig aufmunternde Sachen sagen. Ich wollte schon "The Bucket List" nicht sehen, also interessiert mich das hier auch wenig.
Die Sache ist allerdings daß einer der Männer amerikanischer Jude ist (gespielt von Didi, der gar kein Jude ist) und der andere Afroamerikaner (gespielt von Joachim Bliese, der weder Amerikaner noch Afro ist, und aus diesem Grund schwarz angemalt werden musste.)
You see how this might cause problems.
Und zack!, schon öffneten sich die Tore des elektronischen Zornes und wurden Worte wie "Minstrel Show" gezückt.
Ist das jetzt Rassismus oder was?
Nach meiner Einschätzung *wince* wenn, dann eher im übertragenen Sinne, aber das sehen andere Leute anders und vielleicht ist da noch was im Stück (welches ich nicht kenne, vielleicht ja die), was dazu Anlass gibt, aber letztendlich geht es mir auch überhaupt nicht oder nur periphär darum. Wenn sich jemand von dem Stück beleidigt fühlt, dann ist es sein/ihr gutes Recht, das auch so kundzutun.
IMHO ist die Erwähnung der Minstrel Show hier relativ unangebracht und zeugt von einer sehr eingeschränkten, konservativen Idee von Theater und der Regiearbeit. Roberto Blanco (bzw. wie er in Populärmedien präsentiert wird) steht für mich in der Tradition der Minstrel Show, was alle möglichen Metagedanken zulässt, aber die Austauschbarkeit von Ethnizitäten im Theater bzw. auch ihre Darstellung kann etwas sein, was Theater erst richtig interessant macht.
Othello muss nicht schwarz sein, aber er muss "anders" sein als die Soldaten um ihn herum. Man hat in der Vergangenheit Weiße zu diesem Zwecke schwarz angemalt, man hat auch schonmal einen Schwarzen weiß angemalt und ihn in eine ansonsten komplett schwarze Inszenierung gesteckt, aber was genau das "anders" ausmacht, bleibt der Kreativität der Produktion überlassen. "Romeo und Julia" gab es auch schon mit eingebauter Ethnikthematik, geht auch und das gut. Es gibt Kombinationen, die sich vielleicht nicht anbieten, aber manchmal kommen aus solchen unerwarteten Sachen auch die besten Ergebnisse. Es sollte aber niemand erwarten, daß jemand, der einen Juden auf der Bühne spielt auch unbedingt wirklich Jude ist, außer man ist sehr eingeschränkt in der eigenen Idee davon was Theater kann. Und ja, das heißt auch, daß man einen weißen Schauspieler schwarz anmalen kann, um ihn einen Afroamerikaner spielen zu lassen. Das ist in sich aber nicht rassistisch, außer natürlich die Rolle oder das Stück an sich ist es auch schon. Obwohl es die ganze Sache natürlich noch schlimmer machen kann. Man stelle sich Oliver Pocher schwarz angemalt in "Titus Andronicus" vor.... The horror, the horror.


Soviel dazu.

Wobei man allerdings sagen muss, daß die ganze Sache natürlich die Frage aufwirft "Warum konnte man keinen schwarzen Schauspieler für die Rolle finden?". Denn das ist es ja, was behauptet wurde: Man hätte einfach den besten Schauspieler für die Rolle gewollt und keinen geeigneten gefunden, den man nicht anpinseln musste. Das ist durchaus möglich, aber unwahrscheinlich. Wenn man jetzt bösartig sein wollte, könnte man sagen, daß sich das normale SPT-Publikum wahrscheinlich wirklich über Robert Blanco auf der Bühne gefreut hätte, was auch ganz gut ins restliche Programm des Hauses gepasst hätte. So zynisch wie ich dem Wilmersdorfer/Steglitzer/Dahlemer Rentner-/Spießer-/Bildungsbürgerpublikum gegenüberstehe, so glaube ich trotzdem nicht, daß sie den Vorstellungen fernbleiben würden, nur weil tatsächlich ein echter schwarzer Mann auf der Bühne vor ihnen steht. Es sind zwar die Wilmersdorfer Witwen (bzw. inzwischen wahrscheinlich ihre Töchter), aber soweit reicht es dann doch.
Warum also nicht? Ron Williams müsste doch inzwischen auch alt genug sein.
Es gibt wahrscheinlich keinen Grund außer die direkten Umstände.
Trotzdem interessant, wenn man sich mal anschaut, in was für Rollen "Nichtdeutsche" im Fernsehen immer noch landen müssen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=jZiZO6SWahY

(Dieses "Traumhotel" oder wie es heißt sieht ja wirklich aus wie Unterhaltung der späteren 40er. "Sofort, Massa!" *kopfschüttel*)

Liest noch jemand? Ich hab nur noch 2 1/2 weitere Sachen.

1. Das Plakat ist ja man wirklich scheiße. Ich bin sowieso kein großer Fan des Hardcorephotoshoppings, welches das SPT den Leuten auf seinen Plakaten angedeihen lässt, aber ganz ehrlich, ich habe das Plakat jetzt schon eine ganze Weile gesehen und immer gedacht, daß der schwarz bemalte Mann ein geistig verwirrter Obdachloser a la "Fisher King" oder ein Beckett-artiger Freak sein sollte. Eigentlich, wenn man weiß, was es sein soll und sich die weit aufgerissenen Augen so anschaut, so fühlt man sich doch etwas an die Minstrel Show erinnert. Aber das Plakat wird jetzt wohl auch geändert.

2. Das ist jetzt keine spezifische Sache, die mit dem Berliner "Rappaport" zu tun hat, aber die Art, wie auf der Facebookseite des SPT protestiert wird, just fucking pisses me off. Es schmackt für mich von ungeheurem Herdentrieb, wenn es eine erboste Masse nur auf Reposts von "Absetzen" bringt (zumal "Umbesetzen" doch eher das Angebrachte wäre), oder, wenn es hochkommt, auf Links zu anderen Seiten/Videos, die sich teilweise dann auch eher auf amerikaspezifischen Rassismus beziehen. Wenn Du erbost bist, dann mach Dir wenigstens die Mühe, Deinen Zorn auszudrücken bzw. ausuformulieren. (So wie ich hier ;-)

2a. Mein Lieblingspost von den Erbosten war jemand, der/die mit den Worten "Das lässt tief blicken." auf ein Interview linkte, in dem D. Hallrvorden sagt, daß Adolf Hitler mal sein Vorbild war.... als er 6 Jahre alt war, sprich 1941. Und schon bald nicht mehr, aber das kann man ja ausblenden. Moralkeule-Godwin-Fail!

So. Ich habe mich ausgeschüttet und gieße mir einen Tee ein.

Hasi 2

Jan. 5th, 2012 06:20 pm
von_geisterhand: (Default)
Jemand hört mir offenbar zu. Oder hat ähnliche Gedanken. Auf jeden Fall wurde das kürzlich erwähnte Plakat gegen Tiermast mit den "Playboy"-Bunnies in der Zwischenzeit ausführlich kommentiert (mit zusätzlichen "Gefällt mir" von diversen weitere Leuten). Allerdings hätte es mich auch gewundert, wenn dem nicht so gewesen wäre. Schließlich ist ganz in der Nähe eine Plakatwand, die schon solange wie ich die Gegend frequentiere von einer Reizwäschemarke besetzt wird. Und genau solange dauert es auch meist nur wenige Tage bis jemand die Plakate mit Slogans, die sich über den empfundenen Sexismus auslassen, dekoriert. Keine der Parteien macht Anstalten aufzugeben.

Andererseits, wo sonst sind Bilder von Frauen in Reizwäsche so angebracht wie auf Werbeplakaten für letztere? Da stelle ich mir schon eher die Frage, was der ursprüngliche Gedankengang dahinter mit halbnackten Frauen für Tierschutz zu werben, war? Bei PETAs Anti-Pelz-Kampagne stand ja mal eine klare Logik dahinter, aber hier? Ist das nur der Wortwitz mit den Bunnies oder was? Tierschutz und Vegetarismus kann man damit bewerben, daß man an das Mitgefühl der Betrachter appelliert oder darüber, daß sich die Betrachter besser/edler/elitärer fühlen wollen, aber geiler? Soll das so funktionieren, wie wenn man in einem Club einer Frau, die man total heiß findet, anspricht und sie erwähnt, daß sie Vegetarierin ist, worauf man dann natürlich gleich sagt, daß man ja eigentlich auch nur Gemüse isst, aber natürlich nur aus rein fleischlichen Motiven. Soll das so funktionieren? Soll man sich denken: "Hey, wenn ich dieses Jahr keine Hasis esse, kommen die Bunnies dann auch zu mir und möchten sofort mit mir schlafen!"?
Das klappt nicht!
von_geisterhand: (Default)
And because the weather was pleasant and the motivation was there, we actually did the second and the third part of our tour at the last weekend.
Saturday the sun was out in force and it fitted our walking through tourist-heavy and severely crowded parts of the city quite well. So much so that we actually suffered sunburn and ice cream (from a place near Checkpoint Charlie called "Kalter Krieg". Thankfully, the ice cream was more tasteful than the name) for the sake of our tour. ;-) And still, even though we had seen much of the area we passed through before, it was quite fascinating to a) discover some, mostly incredibly narrow, parts we had not seen before, not to mention witness how strange the line of the Wall was in parts, mostly crossing the pavement but occasionally criss-crossing it like a demented graph, and b) to have a sort of continuity to the parts and areas we already knew.
Part 2 led us from the Mauerpark to a bridge separating Neukölln and Treptow, near Harzer Straße (if that means anything to you).

Sunday thankfully the weather was a bit more moderate so that me and my sunburn did not run the risk of getting even more closely acquainted than we already were. And while the first few thousand steps were met by my legs with their version of grumbling, once it all got under way, they gave me little trouble. On the other hand, once we had left the more crowded parts of the city, the tour became more of a selection of lovely, green paths (by a canal or away from it), bridges with industrial architecture in the distance and one walk along a motorway that seemed to not want to end. Which is to say that once more there were bits that skaters, wanderers and nature-lovers might want to visit in isolation but for us who tried to walk all of it, it got a little monotonous in parts. Thankfully, the very last bit was slightly greener again and the feeling I got when we finally approached the sign marking the end of Berlin made it all worth it. Rain started the moment we left our tour proper and headed towards Schönefeld Station but we got home before the real downpour commenced.

All in all, we probably walked somewhere in the area of 50km.

Now, what to do next?
von_geisterhand: (Default)
Me and the SO have been bandying round ideas of walks one could do around the city for a while, and seeing that this SO is about as capable of putting actions to intentions, it even looked like something might come of it. Still, after the idea of walking from Funkturm to Fernsehturm had been discarded, we came up with the idea that one could and really should attempt to walk the entire length of what used to be the part of the Berlin Wall separating the two parts of the city*. And while other plans and the weather did all they could to stop us from actually going through with our plan, we finally managed to set off on the first part (of three) last Saturday.
All the way from Blankenfelde to the Mauerpark. Funniest was when we met another couple walking around the northern parts of the city.

Other bloke: "Well, we just wanted to have a bit of a look around. I mean, we're not planning to walk all the way to the Alexanderplatz."
Us: "Erm, we sort of are."
Embarrassed giggling ensued.

Our feet and various other bodyparts hurt at the end of it but we managed and felt very fulfilled. And for the record, let it be known that we claim to have walked 20km that day (no matter what Google Maps says on the subject ;-)

*Which is to say that we did not intend to walk along the entire Wall around the city, which would have been about three times the distance we planned on walking.

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