von_geisterhand: (Default)
Well, the "Ghost in the Shell"-trailer actually looks fairly decent. Didn't see that one coming.
von_geisterhand: (Default)
From the wise hands (now there's an image) of [personal profile] miss_s_b an article on one of my current favourite subject:
It's time to admit that Goth culture has a race problem

While the article is clearly written from a north american perspective, that does not change the fact that some of it also holds true for the Berlin gothic scene or rather the sort of Goth club I tend to frequent. At the very least I would have to admit that I could not name the last time I have seen somebody with afro/-caribbean background in one of my locals. Or even somebody who looked overtly middle-eastern which is probably a more suitable point of comparison for Berlin. And I have occasionally wondered why that is so.
But then I think I already talked about this in my last entry on the subject.

And to be honest, it bothers the fuck out of me to think that "my" music is not considered "suitable" for people of a different (distant) genetic heritage. For a start, I obviously want to share the joy but also you have to face up to the fact that the image one aspires to in Traditional Goth is the cliché of an Eastern European, which is a) totally artificial and b) if it wasn't would only marginally less removed from reality for somebody from Bremerhaven than it would be for somebody whose parents gew up in Uganda. How many real Transsylvanians do you know? I know one and should probably consider myself lucky.

There is a problem at the heart of this and it is probably one of mutual prejudice rather than straight-up racism. A "foreign" looking man* in a Berlin TradGoth** club will not get looked at strangely because his parents came from elsewhere or because he might also listen to rap in his spare time, but because there is the suspicion that he will have internalized that equally artificial image of the playa/gangsta/douchebag and behavioural patterns totally at odds with how the "Goth"-scene once defined itself. But the same scepticism would be meted out to a white guy entering a club in sportswear.
That is a form of credential checking I occasionally catch myself at. I myself have given up trying to follow the fashion guidelines from popular gothic magazines and have instead tried to come up with a pick&mix look along some gothic lines (meaning essentially nothing more than there being a lot of black clothing) and it would therefore be hypocritical of me to expect others to follow rules I find idiotic. But IMHO there is a way of moving in a club and dealing respectfully with people that says very clearly whether you "belong there" or whether you might be happier somewhere else.


* I suspect that there is also a fair bit of sexism going on here. A "foreign"-looking man will probably receive a fair few sceptical looks while a woman of the same genetic background might well get welcomed as a piece of exotic eye candy.

**Those are the sort of club I frequent. I realise that there is also the far more popular variety playing gothic techno but I suspect that because of these perceived roots in techno, this would be seen as an "appropriate" sort of event for a black guy. But then, I can't really judge that as I don't go to these clubs that often.

Comedy Gold

Jun. 7th, 2012 02:08 pm
von_geisterhand: (Default)
A question to Robert Downey Jr. and ...that chick who looks good in leather. You know, the one with the big boo... mouth.

Something inside me is chuckling at this and then another part comes along and hits the first part for laughing. It's complicated.

Übrigens: "Ich bin nicht Rappaport" läuft wieder. Mit unveränderter Besetzung. Günther Kaufmann ist jetzt aber auch tot.
von_geisterhand: Monika küsst Jörg. Sie liebt ihn. (kiss)
Ich glaube nicht, daß ich mich normalerweise zu soetwas äußern würde, aber es gibt ein paar Aspekte/Details, die mich gestern ausreichend aufgeregt haben, daß ich vor der Wahl stand, einen Herzinfarkt oder ein Magengeschwür zu kriegen, oder eben doch etwas zu schreiben. Man möge es mir verzeihen, aber es geht hier dann eben doch um "meinen Bereich" und außerdem bin ich noch voller aufgestauter Wut von einer längeren Lektüre über Neofolk.

Also:
Erstmal das Thema, das andere direkter interessiert:
Das Schlossparktheater Steglitz, landesweit dafür bekannt, daß es unter der Leitung von Herrn Dieter "Didi" "Palimpalim" Hallervorden steht, zeigt seit letzter Woche das Stück "Ich bin nicht Rappaport", welches wohl hauptsächlich von zwei alten Männer auf einer Parkbank handelt, die sicherlich ihr Leben Revue passieren lassen und sich gegenseitig aufmunternde Sachen sagen. Ich wollte schon "The Bucket List" nicht sehen, also interessiert mich das hier auch wenig.
Die Sache ist allerdings daß einer der Männer amerikanischer Jude ist (gespielt von Didi, der gar kein Jude ist) und der andere Afroamerikaner (gespielt von Joachim Bliese, der weder Amerikaner noch Afro ist, und aus diesem Grund schwarz angemalt werden musste.)
You see how this might cause problems.
Und zack!, schon öffneten sich die Tore des elektronischen Zornes und wurden Worte wie "Minstrel Show" gezückt.
Ist das jetzt Rassismus oder was?
Nach meiner Einschätzung *wince* wenn, dann eher im übertragenen Sinne, aber das sehen andere Leute anders und vielleicht ist da noch was im Stück (welches ich nicht kenne, vielleicht ja die), was dazu Anlass gibt, aber letztendlich geht es mir auch überhaupt nicht oder nur periphär darum. Wenn sich jemand von dem Stück beleidigt fühlt, dann ist es sein/ihr gutes Recht, das auch so kundzutun.
IMHO ist die Erwähnung der Minstrel Show hier relativ unangebracht und zeugt von einer sehr eingeschränkten, konservativen Idee von Theater und der Regiearbeit. Roberto Blanco (bzw. wie er in Populärmedien präsentiert wird) steht für mich in der Tradition der Minstrel Show, was alle möglichen Metagedanken zulässt, aber die Austauschbarkeit von Ethnizitäten im Theater bzw. auch ihre Darstellung kann etwas sein, was Theater erst richtig interessant macht.
Othello muss nicht schwarz sein, aber er muss "anders" sein als die Soldaten um ihn herum. Man hat in der Vergangenheit Weiße zu diesem Zwecke schwarz angemalt, man hat auch schonmal einen Schwarzen weiß angemalt und ihn in eine ansonsten komplett schwarze Inszenierung gesteckt, aber was genau das "anders" ausmacht, bleibt der Kreativität der Produktion überlassen. "Romeo und Julia" gab es auch schon mit eingebauter Ethnikthematik, geht auch und das gut. Es gibt Kombinationen, die sich vielleicht nicht anbieten, aber manchmal kommen aus solchen unerwarteten Sachen auch die besten Ergebnisse. Es sollte aber niemand erwarten, daß jemand, der einen Juden auf der Bühne spielt auch unbedingt wirklich Jude ist, außer man ist sehr eingeschränkt in der eigenen Idee davon was Theater kann. Und ja, das heißt auch, daß man einen weißen Schauspieler schwarz anmalen kann, um ihn einen Afroamerikaner spielen zu lassen. Das ist in sich aber nicht rassistisch, außer natürlich die Rolle oder das Stück an sich ist es auch schon. Obwohl es die ganze Sache natürlich noch schlimmer machen kann. Man stelle sich Oliver Pocher schwarz angemalt in "Titus Andronicus" vor.... The horror, the horror.


Soviel dazu.

Wobei man allerdings sagen muss, daß die ganze Sache natürlich die Frage aufwirft "Warum konnte man keinen schwarzen Schauspieler für die Rolle finden?". Denn das ist es ja, was behauptet wurde: Man hätte einfach den besten Schauspieler für die Rolle gewollt und keinen geeigneten gefunden, den man nicht anpinseln musste. Das ist durchaus möglich, aber unwahrscheinlich. Wenn man jetzt bösartig sein wollte, könnte man sagen, daß sich das normale SPT-Publikum wahrscheinlich wirklich über Robert Blanco auf der Bühne gefreut hätte, was auch ganz gut ins restliche Programm des Hauses gepasst hätte. So zynisch wie ich dem Wilmersdorfer/Steglitzer/Dahlemer Rentner-/Spießer-/Bildungsbürgerpublikum gegenüberstehe, so glaube ich trotzdem nicht, daß sie den Vorstellungen fernbleiben würden, nur weil tatsächlich ein echter schwarzer Mann auf der Bühne vor ihnen steht. Es sind zwar die Wilmersdorfer Witwen (bzw. inzwischen wahrscheinlich ihre Töchter), aber soweit reicht es dann doch.
Warum also nicht? Ron Williams müsste doch inzwischen auch alt genug sein.
Es gibt wahrscheinlich keinen Grund außer die direkten Umstände.
Trotzdem interessant, wenn man sich mal anschaut, in was für Rollen "Nichtdeutsche" im Fernsehen immer noch landen müssen:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=jZiZO6SWahY

(Dieses "Traumhotel" oder wie es heißt sieht ja wirklich aus wie Unterhaltung der späteren 40er. "Sofort, Massa!" *kopfschüttel*)

Liest noch jemand? Ich hab nur noch 2 1/2 weitere Sachen.

1. Das Plakat ist ja man wirklich scheiße. Ich bin sowieso kein großer Fan des Hardcorephotoshoppings, welches das SPT den Leuten auf seinen Plakaten angedeihen lässt, aber ganz ehrlich, ich habe das Plakat jetzt schon eine ganze Weile gesehen und immer gedacht, daß der schwarz bemalte Mann ein geistig verwirrter Obdachloser a la "Fisher King" oder ein Beckett-artiger Freak sein sollte. Eigentlich, wenn man weiß, was es sein soll und sich die weit aufgerissenen Augen so anschaut, so fühlt man sich doch etwas an die Minstrel Show erinnert. Aber das Plakat wird jetzt wohl auch geändert.

2. Das ist jetzt keine spezifische Sache, die mit dem Berliner "Rappaport" zu tun hat, aber die Art, wie auf der Facebookseite des SPT protestiert wird, just fucking pisses me off. Es schmackt für mich von ungeheurem Herdentrieb, wenn es eine erboste Masse nur auf Reposts von "Absetzen" bringt (zumal "Umbesetzen" doch eher das Angebrachte wäre), oder, wenn es hochkommt, auf Links zu anderen Seiten/Videos, die sich teilweise dann auch eher auf amerikaspezifischen Rassismus beziehen. Wenn Du erbost bist, dann mach Dir wenigstens die Mühe, Deinen Zorn auszudrücken bzw. ausuformulieren. (So wie ich hier ;-)

2a. Mein Lieblingspost von den Erbosten war jemand, der/die mit den Worten "Das lässt tief blicken." auf ein Interview linkte, in dem D. Hallrvorden sagt, daß Adolf Hitler mal sein Vorbild war.... als er 6 Jahre alt war, sprich 1941. Und schon bald nicht mehr, aber das kann man ja ausblenden. Moralkeule-Godwin-Fail!

So. Ich habe mich ausgeschüttet und gieße mir einen Tee ein.
von_geisterhand: (Default)
Sorry, the link had to go.

I thought about it again and in the end the site just pissed me off. it's not really serving any purpose except remind people of the fact that there are bad people men out there and possibly remind the readers of their own unpleasant experiences.

What good is that?
von_geisterhand: (Default)
Einige der Kommentare lassen mich mal wieder mächtig mit den Zähnen knirschen, aber die Menge an Blindheit/Blödheit, die die Asta hier an den Tag gelegt hat, darf man sich ruhig mal ausführlich auf der Zunge zergehen lassen.

http://www.noahsow.de/blog/2011/10/27/festival-du-racisme-in-fulda/#comments

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