von_geisterhand: (Default)
Im September sind wieder Abgeordnetenhauswahlen in Berlin. Das heißt, daß seit dem Wochenende mehr und mehr Laternenpfähle mit Wahlplakaten in verschiedenen Höhen dekoriert sind. Der übliche Prozess sieht vor, daß bald auch Plakatkritik vorgenommen werden wird. Frank Henkels Plakate z.B. werden in der Nähe der Rigaer Straße wohl nicht lange halten.
Mir fiel ein sehr buntes Plakat mit dem eigentlich gar nicht mal so doofen Slogan "Die Sicherheit muss besser organisiert sein als das Verbrechen" auf. Leider war es von der FDP, die inzwischen auch wieder ein Büro auf der Reinhardtstraße hat(welches sie seit der letzten Wahlschlappe vorübergehend los war). Deren Posteraktion ist zwar gut, aber nicht mal annähernd gut genug um mich zu überzeugen, ihnen in den nächsten Jahren meine Stimme zu geben. Dafür war ihre Politik in letzter Zeit in zu starkem Maße eine wachsende Bankrotterklärung.
Ein anderes Juwel der FDP-Slogankunst ist: "Berlin braucht Tegel". Man kann in diesen Satz viel Schönes reininterpretieren. Wer schonmal in Tegel war, weiß, daß es dort viel Schönes gibt, aber auch viel, was in anderen Ecken von Berlin auch schon en masse vorhanden ist, im Großen und Ganzen aber ach niemand vermissen würde, wenn es weg wäre. Leere Fußgämgerzonen z.B. Aber hier bezieht sich "Tegel" wohl auf den Flughafen, der ja trotz aller ursprünglichen Planung immer noch in Betrieb ist. Nun, ich mag den Flughafen Otto Lilienthal (wie er eigentlich heißt) und das Wahlversprechen "Tegel bleibt erhalten" wäre auf jeden Fall ein Punkt für einen Kandidaten, aber in dieser vagen "Braucht"-Formulierung, die nebenbei natürlich noch die These, daß Berlin Tegel hauptsächlich braucht, weil man mit den Bauarbeiten am BER einfach nicht zu Potte kommt, ist es mir dann doch etwas zu vage und, um ehrlich zu sein, doof.

Auch betrübt es mich etwas, daß das allererste AfD-Plakat, das ich in diesem Jahr gesehen habe, direkt vor meiner Haustür hängt. Insgesamt scheinen die Jungs und Mädels von der Nein-Nein-wir-sind-keine-rechte-Partei sich gute Chancen in diesem Viertel auszurechnen. Da hängt jetzt einiges. Eigentlich etwas erstaunlich, wenn man bedenkt, wieviele "ausländisch" aussehende Menschen mal hier auf der Straße sieht, von den Touristenströmen mal ganz zu schweigen.
Die AfD ist auch sehr groß mit den "Braucht"-Plakaten.
"Berlin braucht Regeln"
"Berlin braucht mehr Blau". Ich wünschte, daß wäre ein Bekenntnis dafür, das offizielle Alkoholverbot im ÖPNV abzuschaffen, aber leider ist es nur der typische Ruf nach mehr Polizei.
Und zum Schluss: "Berlin braucht Schnauze". Ich habe vergessen, was damit ausgedrückt werden sollte, aber frühmorgens im Halbdunkel liest man das gerne als "Berlin braucht einen auf die Schnauze". Womit wir wieder bei Frank Henkel wären.
von_geisterhand: (Default)
....wenn Stefan Raab jetzt die Fernsehbühne verlässt, sind wir dann auch bald von seinem Stichwortgeberäffchen Elton befreit? Stefan Raab war ja wenigstens mal lustig.
von_geisterhand: (Default)
Gab es wohl je eine Zeit, zu der das Sprichwort "Wo man singt, da lass Dich nieder. Böse Menschen kennen keine Lieder." wirklich stimmte?
Weil, wenn man sagen wir mal, die Nazis als "Böse Menschen" klassifiziert, dann stimmt das Sprichwort schon nicht mehr, weil die Nazis ja mal ein ganz beachtliches Repertoire an Liedern hatten. Und auch noch in den 1990ern könnte man sicherlich behaupten, daß sowas wie der "Drina-Marsch" als Musik von bösen Leuten zu bezeichnen ist, zumindest aus der Perspektive der Frauen, die zu diesem Lied regelmäßig vergewaltigt wurden.
Es würde mich wundern, wenn es nicht schon im Mittelalter und davor Lieder gab, die Raubritter vor, nach oder während ihrer bösen Taten sangen.
von_geisterhand: (Default)
Die Sterne standen nicht gut, die Omen waren nicht vielversprechend und als es dann tatsächlich schief lief, konnte ich von Hippie kein Mitleid erwarten. Zu recht.
Das Risiko, eine komplett leere Location vorzufinden, war ja schon beachtlich, zumal zur selben Zeit im Urban Spree wieder eine Ceremony ihren Lauf nahm. Aber ich war in mich gegangen und hatte beschlossen, daß ich erstmal genug vom Urban Spree und den Leuten, denen man an der Warschauer Straße in den frühen Morgenstunden begegnet, hatte und so machte ich mich auf den Weg in die nostalgische Vergangenheit des U5s.
Kaum war ich aus der Tür setzte der Regen schon wieder ein und bis zum Erreichen der Hauptverkehrsader kämpfte ich tatsächlich mit dem Gedanken, umzukehren und es mir in der eigenen Stube gemütlich zu machen. Aber nein, ein Hund muss auch regelmäßig ausgeführt werden und es schadet diesem inneren Schweinehund gar nicht, wenn er ein wenig feucht wird. Auf dem Weg zur U-Bahn fiel mir mal wieder der absolute Mangel an Imbissbuden und Spätis in meinem Kiez auf und ich vertrieb mir die Zeit mit dem mentalen Ablaufen des Weges von den Wohnstätten diverser Freunde zur nächsten ÖPNV-Station und dem Zählen der verfügbaren Spätis. Sind doch weniger als ich dachte.
In der Stadtbahn begegneten mir dann auch schon die ersten Berlinbesucher und Feierwilligen. Insbesondere stachen ins Auge die Borussia-Dortmund-Fans, die sich in den Warnmustern einer Hornisse kleideten und denen daher leicht auszuweichen war. Schwieriger gestaltete sich die Sache mit der Kleingruppe, die sich zu mir auf den Vierer setzte. Zwar ließen sie verlauten, daß ihr Ziel die Warschauer Straße war und sie große Freunde des Yaams (Friede seiner Asche) sind, aber olfaktorisch hätte ihr Ziel auch eine "Motz"-Soliparty sein können. Gut, wenigstens waren es nette Exemplare der feierwütigen Rasse.
Am Alex dann gleich das nächste Ärgernis, da ich die U5 gerade noch davonruckeln sehen konnte, als ich die Rolltreppe runterkam. Sicherlich würde ich auch darauf achten, nicht zu lange an einem Ort stehenzubleiben, wenn mein Abend noch da Verlassen des Ringes auf östlicher Seite beinhalten würde, aber 20 Sekunden Geduld hätte ich dann doch zu schätzen gewusst. So hatte ich dann ausreichend Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, ob die Omen nicht doch eine Rückkehr nahelegen würden und ob man vielleicht doch die Zeit zum Vorglühen an einer ortsnahen Alkoholvertriebsstätte nutzen sollte. Aber nichts da. Geduld und Mäßigung regierten und irgendwann konnte man dann auch die Treppe am Frankfurter Tor erklimmen, sich an der Tourigruppe mit eigenem Fass vorbeischlängeln und das Tor zum U5-Club aufstoßen.
Der Rausschmeißer nimmt das Opfer von EUR 3 entgegen, gibt einem nicht nur einen Stempel, sondern auch einen Pappbon ("Falls Du mal rauswillst." und man hört schon, wie Kate Bush über das Wunder des Wolkenkaputtmachens singt und schiebt seinen Enthusiasmus in.....



....die Leere.
Keine Sau auf der Tanzfläche und rundherum nur ein paar dunkle Gestalten in Einser- oder Zweiergrüppchen. Der Regen und der Ruf des Urban Spree waren dann wohl doch zuviel gewesen.
Aber was will man machen?
Mich erinnerte das Ganze doch sehr an die Schuldiscos meiner jüngeren Tage, was ja an sich zum Programm passte, also holte ich mir ein Snakebite von der Bar, ein Getränk, welches mich immer an die letzte Phase meiner Prägruftizeit erinnert, weil ich schon damals nicht doof genug war, es zu trinken. Aber es galt zügig einen Pegel zu erreichen und dafür ist Snakebite ideal. Kann mir eigentlich jemand erklären, warum ein Getränk, welches aus Bier (3.50 EUR/0.5l) und Cider (EUR 4/0.5l) besteht, dann EUR4.50 pro halben Liter kostet? Beide Zutaten kommen vom Fass und der Arbeitsmehraufwand ist jetzt auch keine 50 Cent, sondern bestenfalls einen festen Händedruck und zwei Erdnüsse wert. Aber gut, ich bin sehenden Auges hierher und ich habe sehenden Auges bestellt, da muss Strafe sein.
Ich eroberte mir also einen Barstuhl mit klarer Sicht auf die Tanzfläche und wartete, ob vielleicht noch jemand, den ich kenne, vorbeikommt. (An dieser Stelle bitte nochmal das Video von eben abspielen.) Hexx blinkte mich nach kurzer Zeit von der DJ-Kanzel aus an und ich setze mich in Bewegung, ihn zu begrüßen, nur um vom Barmann aufgehalten zuw werden, was ich denn bitte da oben suchen würde. Es brauchte etwas gutes Zureden seitens des Mannes, den er da so heldenhaft beschützte, bevor der Zerberus die Leiter des DJ-Olymps erklimmen ließ.
Eine Begrüßung und die Hälfte meines Drinks später wagte ich mich dann auf die Tanzfläche, beäugt von den Seiten und den Pärchen, die sich in ihnen zum Nesten zurückgezogen hatten.
Song folgte auf Song und der Abend folgte weiter dem Schema der alternativen Discos meiner jüngeren Tage bis hin zu den Alt.Rock-Hits, über die wir uns zur Jahrtausendwende so gefruet hatten. Von mir würde man da keine Klagen hören. Zwei weitere Biere sollten folgen und auch wenn ich den zweiten Auftritt des Faith Healers danken ausließ, fühlte ich wohl die Grundfeste eines gelungenen Abends. Leider schafften es die kläglichen Reste des Publikums dann irgendwann doch, entweder im Suff umzukippen oder sich auf den Weg in andere Gefilde zu machen und so nutze auch ich gegen 3 Uhr den kurzen Weg zur U-Bahn, um den Abstand zwischen mir und meinem Bett zu verringern.

Dafür, daß es nur drei Drinks waren, hatte ich am nächsten Morgen ein beachtliches Ziepen im Schädel.
von_geisterhand: (Default)
Es widerstrebt mir eigentlich komplett, mich zu einem popkulturellen Thema zu äußern, welches eh nichts weiter als eine Verkaufsmasche für BILD-Leser ist, aber:

"Junge" von Den Ärzten war niemals gut und eigentlich ein bisschen peinlich, wenn man bedenkt, daß die Herren Felsenheimer, Gonzales und Vetter eigentlich schon sowas wie professionelle Jugendliche sind, die aber in diesem Fall am Jugendrepräsentieren scheiterten. Deswegen war auch der Publicity Stunt mit den Zombies nötig.
Daher ist es eigentlich ganz passend, daß der Liebling aller Großeltern sich jetzt an die Kinder der Ärzte-Fans anbiedert (zusammen mit höchstwahrscheinlich einen wesentlichen Prozentsatz der Eltern- und Großelterngeneration). Schlechter wird das Lied dadurch nicht und ich persönlich habe herzlich darüber gelacht.
von_geisterhand: (Default)
Ich geh so die Straße runter, vollgefressen mit asiatischen Köstlichkeiten, da rollert an der nächsten Straßenecke ein kleines Mädchen (persönliche Einschätzung auf Grundlage der äußeren Erscheinung und traditionellen Kleidungsnormen) und starrt mich eine ganze Weile an, bis sie dann fragt:
"Bist Du'n Mann oder Mädchen?"
Ich halte an, frage: "Hm?" und gehe etwas auf sie zu.
"Bist Du'n Junge oder Mädchen?"
Ich hatte mich zwar darauf eingestellt, daß ich diese Unterhaltung noch gelegentlich führen würde, aber eigentlich nicht hier und mit jemand so jungem.
"Na, siehste doch: 'n großer Junge."
"Hu...., siehst aber aus wie'n Mädchen."
Vielleicht hatte ich bislang die falsche Einstellung. Vielleicht war es falsch, bei kleinen Kindern den Welpenschutzinstinkt zu haben. Schließlich war sie nicht mehr so jung und überhaupt, wenn sie ihre formenden Jahre seit Anfang des Jahrtausends hatte, hatte sie erst recht keinen Grund, solche veralteten Ansichten zu haben. Nichtsdestotrotz und obwohl der Zorn langsam in mir hochstieg, beschloss ich das Ganze ruhig anzugehen.
"Das ist aber eine sehr konservative Einschätzung."
Pause.
"Das sieht komisch aus. So lang."
Die richtige Antwort darauf wäre natürlich gewesen: "Na, mir gefällt das Kleid, was Du da trägst, auch nicht.". Aber versuche ich es nochmal mit einer klaren Demonstration ihres Denkfehlers. Also streiche ich die Haare, die auf die falsche Seite gefallen sind, rüber.
"Nee, guck mal. Auf der Seite lang, wie'n Mädchen und auf der Seite kurz, wie'n Junge. Das ist dualistisch."
"Sieht komisch aus."
Ich wollte ihr dann erklären, daß ich das seinerzeit mal aus Liebesgründen gemacht habe, dachte mir dann, aber, daß das vielleicht doch nicht angebracht ist (und ja auch nicht gut geendet ist) und ging so meiner Wege.
Zur gleichen Zeit rollerte dann ihre Schwester (wahrscheinlich) an mir vorbei und sagt zu Mädchen #1, daß ihre Mutter sie suchen würde. Das hieß, daß die beiden hinter mir her rollern mussten, weil die Mutter etwas die Straße, die ich lang musste, stand.
Aus der Entfernung hörte ich dann noch "Guck mal, Mama, der Mann sieht aus wie ein Mädchen.", worauf ich mich kurz umdrehte und rief: "Das ist sehr konservativ."
Weil ich aber keinen Ausdruck des Verstehens auf dem Gesicht der Mutter sah, beschloss ich die Diskussion nicht weiterzuführen.

Und sowas war mal ein Stadtteil für Künstler. Sind wir im Jahre 2012 nicht schon etwas weiter? Was wird Kindern eigentlich heutzutage noch beigebracht?
von_geisterhand: Monika küsst Jörg. Sie liebt ihn. (kiss)
BILD erklärt falsche Frau für tot

Ups!
Eine tote Frau macht sich eben doch besser, wenn sie still ist.
von_geisterhand: (Default)
Vor einer Weile war ich auf einer Halloweenparty (also ist gut abzuschätzen, wann ;-), wo, aus nicht näher anzuführenden Gründen, hauptsächlich Schlager gespielt wurden. Unter anderen kam man nicht darum herum, gleich dreimal "Punker Maria" von Dieter Hallervorden zu bringen. Wer das Lied nicht kennt, es ist eine "Blödel"-Coverversion des Schlagers "Santa Maria", nur, daß sich der Text jetzt um einen jungen Mann, der vor kurzem zum Punk wurde um der Dame Maria zu gefallen, dreht. Besagter junger Mann hat nun aber seine Sicherheitsnadel aus dem Ohr verloren und fürchtet den Zorn seiner Angebeteten. Als das Lied dann zum dritten Mal kam, fiel mir so richtig auf, wie sehr sich die Mainstreamkomiker der 70er und 80er seinerzeit über die Punks und alles, was auch nur ansatzweise alternativ sein könnte, lustig machten. Alte Männer, die den Punk geben. Bald darauf würden sie anfangen zu rappen. Und mit sowas haben wir unsere Köpfe gefüttert. Es ist ein Wunder, daß ich nicht zum totalen Spießer geworden bin.
von_geisterhand: (Default)
Okay, also Loriot ist tot und niemand ist überrascht. Es ist komisch: Vor ein paar Tagen habe ich noch gedacht: "Lebt der eigentlich noch?", und damals tat er es noch.
Seien wir fair: Es ist sicher schmerzhaft für die Familie und Freunde und ich gebe zu, daß ich selbst für Loriot eine Menge übrig habe. Ich kritisiere gerne die deutschen Komiker und solche, die sich dafür halten, aber im Falle von Loriot habe ich einfach nur Respekt (mit den geschichtlichen Umständen im Hinterkopf). Aber: Wenn es jemanden gab, der schon zu Lebzeiten sein Vermächtnis hinterlassen hat, dann war es Loriot. In den letzten, was weiß ich, 20 Jahren (also seit "Pappa ante Portas") kam vom Herren ja nichts neues mehr, nur Wiederholungen im Fernsehen, gelegentliche Interviews und Reportagen über ihn, wenn er mal wieder einen runden Geburtstag hatte. Nicht zu vergessen natürlich auch die Horden an Stadttheatern, die mit seinen Sketchen immer vor Weihnachten (oder auch mal zwischendurch) volle Häuser garantiert hatten.
Sein Nachlass bestand und wurde zitiert, in einer Weise, die für mich nur mit Monty Python vergleichbar ist. Wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, da wird jemand rufen: "Herr Müller-Lüdenscheidt!" Ob der Autor dieser Verse noch tatsächlich lebt oder schon auf die ewige Rennbahn (die ist übrigens gar nicht von ihm. Nur die Zeichnungen.) verschwunden ist, ist für den Rezipienten eigentlich unwichtig.

Trotzdem stelle man sich an dieser Stelle bitte Wum & Wendelin vor, wie sie eine Träne vergießen und ein Blümchen auf ein rotes Sofa legen.
von_geisterhand: Monika küsst Jörg. Sie liebt ihn. (kiss)
Hm, nicht, daß es jetzt wirklich so wichtig wäre, aber mal ehrlich:
Wenn das hier die Schnitte sind, die "Hellraiser" von dem Monstrum, das Kinder, Jugendliche und ihre sozialethische Orientierung unheilbar ver- und zerstören kann (und das seit über 20 Jahren) und einem zukünftigen Grabbelkistenbewohner bei Saturn, den jede türkische Mutti und jedes ausgebüxte Kleinkind in Händen halten darf, trennen, dann sollte man mal in sich gehen und zugeben, daß der Film heutzutage ohne Weiteres ungeschnitten als FSK 16 durchgehen sollte.
Über Franks Ende bin ich bereit zu diskutieren, aber der Rest ist doch wirklich unbedenklich.
Aber nein, Zucht und Ordnung brauchen das.

EDIT: Und das gilt im doppelten Maße für die Schnitte der FSK16-Fassung von "Hellbound: Hellraiser 2". Okay, vielleicht wäre hier ein glattes 18 für die volle Fassung okay, aber wie man auf die Idee kommt, Julias ganze Geburtssequenz herauszuschneiden, weiß ich eh nicht.
Das ganze System ist wirklich sehr darauf angelegt, vielen Bürokraten möglichste viel Arbeit zu beschaffen, ohne dabei auf Dinge wie Vernunft, Kunstgefühl oder den gesunden Menschenverstand zurückzugreifen.

Und schau, am Wochenende läuft "From Dusk till Dawn". Nach 23 Uhr und trotzdem geeignet für jedes Schulkind. Weil man sich ja nicht trauen darf, etwas zu zeigen, was vielleicht jemandem missfallen könnte oder von dem sich jemand ge- bzw. überfordert fühlt.
von_geisterhand: (misanthropy)
Die Bayern gehen wieder mal ihren eigenen Weg und sorgen dafür, daß die Schulnoten gut bleiben und den Schülern die "Ehrfurcht vor Gott" nicht abhanden kommt.

Weil Kritik an Fundamentalisten ja schon zuviel ist."
von_geisterhand: (Default)
http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,656122,00.html

Hillary Swank zeigt sich dem sechsjährigen Sohn ihres Partners öfters nackt. Und denkt sich nichts dabei. Weil sich kleine Kinder ja bei nackten Menschen auch nichts denken.
Da sagt ein Psychologe "sie sei schließlich nicht die Mutter des Kindes, wer wisse denn schon, wie der Junge sich später sexuell adjustiere?".

o_O Ja, wie, was jetzt? Wird der Junge später schwul oder pervers, weil er in seiner Jugend schon eine nackte Frau sah? Oder eventuell ausgeglichen und will dann keine unterdrückte sexuelle Erregungen schlecht sublimierende Medien konsumieren? Ja, mein Gott, da könnte ja die ganze westliche Welt einstürzen! Was soll nur werden wenn die jungen Männer der Zukunft später nicht "Transformers 4" sehen wollen?

Argh!
von_geisterhand: (the geisterhand)
..weil ihm die Darstellung seines Werdegangs nicht gefällt.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,590643,00.html

Wahrscheinlich geht es um diese Passage:

"Im Oktober 2005 enthüllte Der Spiegel die von Heilmann bislang verschwiegene Stasi-Vergangenheit. Heilmann gibt bis heute öffentlich an, von 1985 bis 1990 einen „verlängerte[n] Wehrdienst (Personenschutz MfS)“ geleistet zu haben.[2] Heilmann war nach Ableisten der allgemeinen Wehrpflicht von 18 Monaten für die Zeit bis 1990 als Berufssoldat beim MfS beschäftigt und verließ dieses erst, als es aufgelöst wurde.[4]

Vor der Wahl hatte Heilmann den Mitgliedern des Landesverbandes seine Tätigkeit beim MfS verschwiegen. Dies stellte einen Verstoß gegen innerparteiliche Richtlinien dar. Auf dem Landesparteitag am 4. Dezember 2005 stimmten die Mitglieder des Landesverbandes Schleswig-Holstein über einen Misstrauensantrag gegen Heilmann ab. Das Ergebnis war 47 Stimmen für Heilmann zu 42 gegen ihn.[4] Heilmann ist seitdem innerhalb der Linken in Schleswig-Holstein umstritten."


http://de.wikipedia.org/wiki/Lutz_Heilmann
von_geisterhand: (the geisterhand)
Die Flensburger Brauerei hat sich ja bis jetzt nicht wirklich durch Faulheit ausgezeichnet. Die Älteren unter Euch erinnern sich sicherlich noch an die Zeiten als es nur Flens gab. Flens war Bier und kam in einer Flasche, die lustig "Plopp!" macht, wenn man sie richtig öffnet*. Es gab Flens in genau einer Geschmacksrichtung, nämlich "Flens" und es war gut.
Gut für Dich, gut für mich, gut für Werner.

Und dann kamen die anderen Version, zuerst die normalen, wie das Alkoholfreie, dann die tendenziell trendigen, wie das Dunkle (Was ich liebendgerne trinke, auch wegen der Kinospots und der Tatsache, daß man es jetzt in einer 2-Liter-Megaplopp-Flasche kriegt) und das Gold und dann irgendwann hatte man die Gegend der guten Ideen vollends verlassen. Wer bitte braucht ein Weizenbier von Flens?
Das Malzbier hätte gut sein können, ist aber leider nicht sehr lecker, die Alsterwasserversion ist halt Alster und den Winterbock habe ich noch nicht probiert.
Aber okay, wenigstens treiben sie's nicht so bunt wie andere Sorten, die erstmal alle möglichen Brausemix- und Energyversionen ihrer Biere auf den Markt schmeißen. Das muss man Flens ja mal zugute halten: Bis jetzt kein "Flens E-X" mit Kirschgeschmack, dafür aber ein Öko-Flens.
Und natürlich wollen wir auch nicht vergessen, daß Flens inzwischen auch Bölkstoff herstellt (ach, die Wunder der Brauereiaufkäufe...).
Das macht summarum summarum bislang neun verschiedene Sorten Flens und irgendwie kriegt man doch das Gefühl, daß hier ganz stark darauf gehofft wird, daß Flenstrinker immer nur Flens trinken, auch wenn es bei anderen Brauereien bessere (weil originalere) Versionen der Biere gibt (Beim Ökobier kann ich Lammsbräu sehr empfehlen und beim Bock natürlich das Einbecker. Von den Weizen reden wir hier garnicht.). Aber nein, wer einmal Flens trinkt, der will alles von Flens, weil nur Flens flenst.

Und jetzt stehen wahrscheinlich einige von euch af und sagen, daß ich möglicherweise etwas übertreibe. Und diese Meinung steht Euch zu, aber.....

Was haben wir hier? Flensburger "Wasser".
Und nein, das ist kein lustiger Name für das Alkoholfreie, das ist tatsächlich Quellwasser in einer Flensflasche. Mit Bügelverschluss.
Ihr glaubt mir nicht? Geht selbst zu http://www.flens.de und schaut unter Produkte nach.

Es reicht!
Ich glaube echt, die wollen uns verarschen.



*Z.B. im Münchner Hauptbahnhof. Hihihi....
von_geisterhand: (Default)
I knew that she spoke German, but still, wasn't prepared for that:
Sandra Bullock receives a Bambi.

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